Dark Patterns (auf Deutsch etwa „dunkle Muster") bezeichnen gezielte Designentscheidungen in Benutzeroberflächen, die Nutzer manipulieren, um Handlungen auszuführen, die sie sonst nicht durchgeführt hätten. Diese Techniken nutzen psychologische Schwachstellen aus, um Daten zu sammeln, Abonnements abzuschließen oder Käufe zu tätigen.
Häufige Beispiele sind das Verschleiern von Abbruchmöglichkeiten, etwa wenn der Button zum Abbestellen eines Dienstes kaum sichtbar ist oder in einer anderen Farbe gehalten wird als der Bestätigungsbutton. Ein weiteres Muster ist das „Confirmshaming", bei dem Nutzer durch emotional aufgeladene Sprache dazu gebracht werden sollen, einer Option zuzustimmen (z. B. „Nein, ich möchte Geld verlieren"). Auch das automatische Haken in Checkboxen für Newsletter oder Zusatzversicherungen zählt zu diesen Praktiken.
Dark Patterns untergraben die informierte Entscheidungsfreiheit der Nutzer. In der Europäischen Union greifen zunehmend regulatorische Maßnahmen, wie die Digital Services Act (DSA), um solche irreführenden Designs einzuschränken. Für Verbraucher ist es wichtig, diese Manipulationstechniken zu erkennen, um bewusst entscheiden zu können, welche Daten sie preisgeben und welche Verträge sie eingehen.